IDJüM 2017 – Tag 8 – 26.07.2017

Unser Tag startet heute um 8:00 Uhr mit einem leckeren Frühstück. Die Sonne scheint und das hebt wenigstens etwas die Stimmung. Heute wird nämlich ein anstrengender Tag für die Mädels, denn die ausgefallenen Wettfahrten von gestern werden heute nachgeholt. Vier Wettfahrten bedeuten, dass sie den ganzen Tag auf dem Wasser verbringen – und ausgerechnet jetzt hält der Lagerkoller bei Lara & Anna Einzug.

Seit acht Tagen verbringen sie nun 24 Stunden am Tag miteinander, die Geschwister und Familie mit im Schlepptau, den Ehrgeiz in der Tasche und die Pubertät im Nacken – da darf es ruhig mal etwas knallen. Hoffentlich macht sich das nicht im Ergebnis der Wettfahrten bemerkbar.

Gleich nach dem Frühstück radelt Martin zur SAP-Leinwand, denn dort ist für 9:00 Uhr eine Trainerbesprechung geplant. Zeitgleich schlüpfen die Mädels in ihre Segelkleidung & bauen ihr Boot auf. Um halb zehn geht es ins Wasser. An der Schräge sehe ich, dass Sabine Meyer am Steuer eines ihrer Teenys sitzt. Ich frage nach, was passiert sei und höre folgende Story: Einer ihrer Schützlinge hat sich wohl das Schlüsselbein angebrochen, möchte aber unbedingt die Meisterschaft weiter segeln. Um den Jungen zu schonen, setzt sich Sabine bis kurz vor dem Start in den Teeny, um dann zu wechseln. Am Ende des Tages wird der Junge wirklich tapfer und erfolgreich die vier Wettfahrten bestreiten. TOP! Vom Segler und von den Trainern!

Während Lara & Anna auf den Start warten, waschen wir das Geschirr ab und räumen auf. Gegen elf Uhr gibt es für unsere drei kleinen Kinder Mittag und dann spazieren wir an der Promenade entlang Richtung Leinwand. Die Jungs wollen gerne zur Wasserrutsche und ich möchte zur SAP Leinwand und die 29er segeln zu sehen, während Frieda schläft. (Nachtrag: Als ich heute die 29er auf der großen Leinwand sehen konnte, war ich wirklich begeistert. Wer sich bei diesen dynamischen Bildern nicht vom Segeln begeistern lässt, der hat keine Ahnung! Es hat beim Zusehen schon unheimlich viel Spaß gemacht.)

12:20 Uhr ist die erste Wettfahrt durch und die Mädels sind an 17. Stelle durchs Ziel gefahren! Bisher das beste Ergebnis! Ich freue mich sehr! In der zweiten Wettfahrt startet unser Team super, doch nur wenige Minuten später verlieren sie etliche Plätze. Leider konnte Martin nicht sehen, was da schief gelaufen ist, da er währenddessen mit dem Schlauchboot zum Steg fahren musste, um nachzutanken. Am Ende fallen sie auf den 30. Platz zurück. Oh man, wirken sich die Reibereien nun aufs Segeln aus? Martin schnappt sich seine Schützlinge und redet mit ihnen in der kurzen Pause bis zur dritten Wettfahrt. Er klärt Meinungsverschiedenheiten und motiviert sie für die nächste Wettfahrt: “Abhaken und weiter machen! Neue Wettfahrt, neue Platzierung!” Das scheint gewirkt zu haben, denn um 15:18 Uhr fahren sie als 18. ins Ziel! Juhuu! Auch die vierte und letzte Wettfahrt für heute läuft super und Platz 17 macht die Sache rund. Hätten sie nicht kringeln müssen, dann wären sie noch besser gewesen. Unseren einzigen Streicher für die Meisterschaft werden wir für den 30. heute nutzen und landen insgesamt auf Platz 22 der Rangliste. Wir sind sehr zufrieden!

Um 16:20 Uhr kommen die Teams langsam wieder rein. Für den Rest des Tages steht chillen auf dem Programm. Die Kinder sitzen hier oft in mehreren Gruppen zusammen und spielen Spiele, hören Musik oder schnattern. Aber nicht nur die Kinder & Jugendlichen finden sich, sondern auch die Erwachsenen. Man hilft sich gegenseitig – sei es bei Reparaturen am Boot, einen Wasserkocher, den man für die Woche geliehen bekommt oder Informationen, die man nicht mitbekommen hat. Die Männer stehen beispielsweise jeden Tag in ihren tollen Shortys an der Schräge parat, um den Teams mit ihren Booten zu helfen! Es ist ein tolles Zusammenkommen und Kennenlernen, was ich wirklich super finde. Schade, dass es für Lara das letzte Jahr im Teeny ist.

Teamwork bei starker Brandung.
Foto: Sheila Thalau
Foto: Sheila Thalau

Martin verbringt den Abend mit dem Boot. Heut ist wieder mehr Wasser in den Rumpf gedrungen und er muss die Ursache dafür finden. Er bessert den Schwertkasten erneut aus und kontrolliert die Ränder. Dabei bekommt er die tatkräftige Unterstützung vom kleinsten Segelnachwuchs des YCM!

Foto: Sheila Thalau

Um 23:00 Uhr ist die Musik von der Travemünder Woche endlich verstummt und wir können schlafen gehen. Wir freuen uns nach den tollen Platzierungen auf morgen und hoffen, dass das Boot dicht hält.

Gute Nacht und bis morgen!

Etwas zum Schmunzeln gefälligst? Wenn man sich nicht mit Sonnenschutz eincremt, obwohl die Sonne den ganzen Tag ballert, kommt das dabei raus:

Ein bisschen Spaß muss sein! 😉
Foto: Sheila Thalau

2 Antworten auf „IDJüM 2017 – Tag 8 – 26.07.2017“

  1. Hallo ihr Segelkinder undFamilien,
    Ich habe alle eure Berichte im Blog gelesen.
    Ich bin hocherfreut über die doch guten Ergebnisse der Wettfahrten. Immerhin ist das Segeln auf der Ostsee bei Wellen doch schwieriger als bei uns in Berlin.
    Dazu bisher Glückwünsche an die beiden Seglerinnen Lara und Anna. Auch an Martin und Ingrid für ihre gute Betreuung !
    Wir sind zurzeit in Ückermünde und fahren morgen weiter.
    Wir haben unsere Fahrt unterbrechen müsse wegen Magen Darm !
    Eine Woche in Berlin.
    Liebe Grüße
    Marianne und Klaus
    Gusche ist auf dem Rückweg.

    1. Huhu Marianne & Klaus,
      wie schön, dass ihr unseren Blog verfolgt und herzlichen Dank für die Glückwünsche! Wir haben hier richtig Blut geleckt und könnten auch noch ein paar Tage länger segeln! Einen schönen Urlaub euch und bis bald!

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