Vom Segelkind zur Co-Trainerin

Dieses Jahr war alles etwas anders als in den vergangenen Jahren. Aber wem erzähle ich das? Ihr wisst das sicherlich selbst. COVID-19 stellte uns auf eine harte Probe, trotzdem schafften wir es schlussendlich Hand in Hand das Segeltraining unter Beachtung der vorgeschriebenen Hygienemaßnahmen durchzuführen.

Es ist noch gar nicht lange her, da war ich selbst noch Segelkind im Teeny und nun durfte ich jeden Samstag die Segelkinder als Co-Trainerin aufs Wasser begleiten. Bei jeder Segeleinheit erwachten in mir alte und vor allem schöne Erinnerungen.

Das bin ich früher (mit Ben auf dem Arm). Neben mir stehen Anna, Lukas und meine kleine Schwester Sarah. Im Opti sitzt Pepe.
Foto: Liane Ahrens

Einige Segelkinder kennen sich schon gut mit dem Segeln aus, da sie bereits die zweite Saison im YCM trainieren. Andere dagegen saßen noch nie in einem Boot. Für mich war diese Heterogenität eine ordentliche Herausforderung: auf jedes Kind individuell einzugehen, zu fordern, unterstützen und zu helfen. Die Gruppe harmonisierte dennoch sehr gut und es gab auf den Booten so gut wie gar keine Streitereien.

Da ich studiere und zusätzlich nebenher arbeite, konnte ich die Trainerinnen Inge & Conni leider nicht ganz so oft unterstützen, wie ich es eigentlich wollte. Ich probierte aber so oft wie möglich da zu sein, weil es mir jedes Mal sehr viel Spaß gemacht hat. Bevor wir gemeinsam mit den Kindern aufs Wasser gefahren sind, wurde mir manchmal von den Trainerinnen gesagt, auf welches Kind ich heute besonders achten soll oder was ich mit welchem Segelkind üben darf. Ich probierte dies so gut wie möglich durchzuführen. Die einzige Schwierigkeit, die mir auffiel (die es allerdings schon zu meiner Zeit als aktives Segelkind gab) war, dass es immer ziemlich lange dauerte, bis alle Kinder segelfertig waren und ihre Boote aufgebaut hatten. Aber das ist nun auch nicht sehr dramatisch gewesen und wird sich bestimmt noch ändern.

Gegen Ende der Saison konnten wir den Preis von Lindwerder trotz des Coronavirus doch noch ausrichten. Leider war das Wetter an diesem Wochenende alles andere als perfekt. Der beginnende Herbst präsentierte sich mit kaltem Wind und dauerhaftem Regen. Manchmal, wenn der Wind gut stand, bemerkte ich, wie die Segelkinder den Regen verdrängten und trotzdem sehr viel Spaß an der Regatta hatten.

Also insgesamt hatte ich eine sehr schöne Zeit als Jungend-Co-Trainerin und hoffe, dass wir es im nächsten Jahr auch so hinbekommen.
Eure Janina

Meine Schwester (rechts) und ich.
Foto: Liane Ahrens
Das bin ich in diesem Sommer.
Foto: Liane Ahrens
Manchmal begleitet mit meine Schwester Sarah.
Foto: Liane Ahrens

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