420er Trainingscamp vom 28.07.2017 – 01.08.2017

Vom Teeny in den 420er – Mein erstes Trainingscamp mit der Unterhavel-Segeltruppe

Die Internationale deutsche Jüngstenmeisterschaft in Travemünde war für mich leider die letzte Regatta im Teeny. Ab heute segel ich 420er und darauf freue ich mich schon sehr.

Am Montag musste ich schon sehr früh aufstehen. Um 10:00 Uhr sollten wir in Segelkleidung und mit unserem Boot im Gothia sein. Nach dem Frühstück schleppte mich Martin daher samt 420er sofort zum Treffpunkt. Ich war sehr aufgeregt, weil ich die neue Segelgruppe noch nicht richtig kannte – ich habe sie bisher nur beim Preis von Lindwerder oder in Travemünde gesehen, aber nie gesprochen. Ich freute mich aber auch darauf nun viele neue Sachen zu lernen.  Bei der IdJüM 2017 hatte mich das Segelfieber richtig gepackt und seitdem nicht mehr losgelassen.

Ich hatte auch etwas Angst. Die anderen Mädels und Jungs segeln einfach schon sehr viel länger als ich. Ich wollte nicht nur hintendran hängen, doch trotz der unterschiedlichen Segelerfahrungen, mussten alle die Wenden, Halsen sowie Rollwenden üben, denn mit dem 420er ist es nochmal ganz anders, als mit einem Teeny. Puh, Glück gehabt… Wir fingen am ersten Tag also sofort damit an, unsere Boote aufzubauen, anzugucken und eine Bestandsaufnahme zu machen. Leider war am Vormittag wenig Wind, deshalb haben wir Theorie gemacht. Matze hat uns erklärt was trimmen bedeutet und wozu es gut ist. Danach war der erste Tag vorbei. Wind kam nämlich leider nicht mehr auf.

In den darauf folgenden Tagen haben wir uns immer besser kennengelernt und die ersten Freundschaften geschlossen. Als wir das erste Mal bei gutem Wind rausgefahren sind, waren alle etwas aufgeregt. Ich war dagegen ziemlich entspannt, weil ich schon einige Male mit Martin 420er gesegelt bin. Wir haben versucht mit dem langen Pinnenausleger klarzukommen – dieser ist doppelt so lang wie der Pinnenausleger im Teeny. Alle hatten Probleme mit der Wende, denn nach jeder Wende sollten wir einen großen Schritt nach vorn machen, damit das Boot den Schwung mitnimmt, doch entweder blieb man mit dem Bein in einem Seil hängen oder man verlor das Gleichgewicht. Gegen 13:00 Uhr sind wir in den Hafen gesegelt, um eine eineinhalbstündige Pause zu machen. In der Pause bekamen wir Mittagessen, welches am Mittwoch sehr scharf gewürzt war, sodass Julia und ich jedes Mal unseren Mund ausspülen mussten, was aber alles noch schlimmer machte. 🙂

Den Rest der Tage waren wir segeln. Es wurde jeden Tag ein Up and Down Kurs ausgelegt: zur Tonne 1 am Wind hochkreuzen und runter zur Tonne 2 mit Spinnaker segeln. Wir haben Gleichgewichtsübungen gemacht, sind “ohne” Pinne gesegelt, haben Wenden & Rollwenden geübt sowie Starts und Spinnaker segeln. Ich fand das Training wirklich super, weil ich bereits aus den wenigen Tagen viel mitgenommen habe. Während des Trainingcamps sind einige Dinge an meinem 420er kaputt gegangen oder Mängel zum Vorschein getreten. Der Spibaum ist kaputt, die Pinne verbogen und am Schwert ist auch irgendetwas nicht in Ordnung, die Segel haben ihre besten Tage hinter sich – all das kam auf die Einkaufsliste. Die Boote der anderen sind alle in einem wesentlich besseren Zustand – zwei Teams haben sogar nagelneue Boote bekommen. Ich war etwas neidisch. Aber ich habe einen Ansporn: Wenn ich dran bleibe und gute Regatten segle, dann wird auch in meinen 420er vom Verein investiert. Juhuuu! Vorerst werden die nötigsten Sachen repariert oder ersetzt – das machen wir selbst an unseren Booten, damit wir uns später selber helfen können, falls etwas kaputt gehen sollte und niemand in der Nähe ist. Die Trainer werden uns alles zeigen.

Ich fand die Woche wirklich toll und freue mich auf das zukünftige Training. Die anderen Mädchen & Jungs sind total nett und manche haben wirklich viel Ahnung vom Segeln. Ich halte euch weiterhin auf dem Laufenden.

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